Gute Nacht Geschichten

Ob es nun Kobolde, Zwerge, Feen oder andere Figuren aus Märchen und Fantasygeschichten sind - Kinder lieben Geschichten zum einschlafen. So werden sie beim Kuscheln langsam müde und schlafen schneller ein, da sie sich in der Nähe ihrer Eltern geborgener fühlen. Eine Schlafgeschichte läßt sie besser schlummern, wirkt beruhigend auf die Erlebnisse des Tages ein und lenkt ab, was besonders wichtig ist. Man vergißt dabei nämlich schnell, dass selbst kleine Kinder bereits die Erlebnisse des Tages verarbeiten, nicht ungleich zu einem Erwachsenen und wie das meist so ist, kann eine negative Erfahrung alle positiven überschatten. Je länger Kinder darüber nachdenken, desto größer werden die Sorgen. Hier schafft eine gute Geschichte Abhilfe. Also sind Geschichten voller Heiterkeit und Sorglosigkeit am besten geeignet. Die kann das Kind vielleicht sogar noch dem Kuscheltier erzählen ;-). Am einfachsten sind natürlich Geschichten aus Büchern. Märchen eignen sich besonders, aber eigene Geschichten erfinden ist noch besser. Sicher werden Sie nicht direkt ein Meister des Vortrags werden, aber mit der Übung steigt auch Ihre eigenen Fantasy und bald wird Ihr Kind vielleicht nach bereits erzählten Klassikern fragen. Das bereitet nicht nur dem Sprössling Freude, sondern ist zugleich auch ein Lob an den Erzähler. Das Aussetzen einer Geschichte sollte auch nicht als Strafe für Vergehen genutzt werden, denn das Kind würde Sinn und Zweck dessen nicht begreifen und nur als Liebesentzug verstehen. Womit wir wieder bei schlechten Erfahrungen werden, welche gutes Einschlafen stark behindern und auf die Psyche des Kindes schlagen...und das...wollen wir doch vermeiden. Oder?

Schlafgeschichten

Jedes Kind kann schlafen lernen, vor allem eben durch Gute Nacht Geschichten für Kinder. Ob Sie dafür nun Schlafgeschichten vom Sandmann bemühen, Benjamin Blümchen auftaucht oder andere berühmte Kinderfiguren sei Ihnen selbst überlassen. Ich persönlich habe damals immer gerne Geschichten über Winnetou und Old Shatterhand gehört. Diese waren meist sogar frei erfunden, aber wie bereits erwähnt: Das ist eh das Beste.

Die Luftballons von Marina Löffler

Auf einem Rummelplatz war ein Stand, an dem es bunte Luftballons gab. Herr Anton, so hiess der Verkäufer, hatte ein ganzes Bündel Schnüre in der Hand, an denen die Luftballons angebunden waren. Es waren sehr schöne Ballons, die da an den Schnüren hüpften. Ja, hüpften! Herr Anton verstand es nämlich, sie mit einer gewissen Handbewegung ständig in Bewegung zu halten. Das sah aber lustig aus! Als ob sich die Ballons aus dem Haufen nach vorne drängen wollten, um besser gesehen zu werden. Da gab es grosse und kleine Herzballons in vielen Farben, mit lustigen Bildern darauf. Andere glichen grossen Hasenköpfen. Viele runde Ballons hatten aufgemalte Blumen oder Gesichter. Aber zwei Ballons, die waren einfach nur rund und rot mit dicken, weissen Tupfen. Ha, sagte einer der grossen Herzballons verächtlich. Seht euch doch mal die roten, dicken an, wer will denn die schon haben! Einfach nur lauter Tupfen, das ist doch altmodisch! rief ein anderer. Die zwei roten, dicken Luftballons mit den weissen Tupfen wurden ganz traurig, als sie hörten, was die stolzen Herzballons redeten. Zwei Kinder zogen ihren Vater mit sich, denn sie wollten so schnell wie möglich zu den lustig hüpfenden Ballons. Die drei gingen schnurstracks auf Herrn Anton zu. Der Junge zeigte auf die grossen Herzballons, aber das Mädchen schüttelte den Kopf und rief: O nein! Solche Herzballons haben die anderen Kinder auch. Sieh doch mal diese hier, die dicken roten mit den weissen Tupfen, die sehen lustig aus! Du hast recht, die nehmen wir uns! rief der Junge froh. Und so kam es, dass die altmodischen, dicken, roten Luftballons zuerst verkauft wurden. Was glaubt ihr, wie die sich freuten!

Das rote Hühnchen

Auf einem Bauernhof lebte ein rotes Huhn. Eines Tages fand es ein paar Weizenkörner und nahm sich vor, daraus Brot zu backen. Wer hilft mir, die Weizenkörner zu sähen? rief das rote Hühnchen ganz aufgeregt. Ich nicht, sagte die Katze, ich will mich in die Sonne legen. Ich auch nicht, grunzte das Schwein, "ich will mich im Schlamm wälzen. Ich auch nicht, quiekte die Ratte, ich sammle Futter für den Winter! Dann werde ich es allein tun", sagte das rote Hühnchen. Bald standen dicke, gelbe Ähren da. Wer hilft mir bei der Ernte? fragte das rote Hühnchen. Ich nicht, sagte die Katze. Ich auch nicht, grunzte das Schwein. Ich auch nicht, quiekte die Ratte. Dann werde ich es allein tun, sagte das rote Hühnchen. Und als es alle Ähren geschnitten hatte, fragte es wieder: Wer hilft mir, die Weizengarben zur Mühle zu bringen? Ich nicht, sagte die Katze. Ich auch nicht, grunzte das Schwein. Ich auch nicht, sagte die Ratte. Dann werde ich es allein tun, sagte das rote Hühnchen wieder und tat es. Bald kam es mit einem Säckchen Mehl von der Mühle und sagte: Wer hilft mir, es zum Bäcker zu bringen, damit er daraus Brot backt? Und wieder wollte niemand dem roten Hühnchen helfen. Bald kam das rote Hühnchen mit einem herrlich duftenden Brot zurück und fragte: Wer hilft mir, das Brot zu essen? Da meldeten sich gleich alle drei. Aber da sagte das rote Hühnchen: Das könnte euch so passen! und ass alles alleine auf.

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